Im Gespräch

Laurent Zeimet

Bürgermeister Bettemburg

Laurent Zeimet, seit 2011 Bürgermeister von Bettemburg, ist CSV-Generalsekretär, Präsident von CIGL und Schwimmbad und Vorsitzender des Musikvereins. Im Gespräch mit Zäit fir Kontakter erklärt er, welche Vorzüge sein für den Märchenpark berühmter Heimatort bietet – und warum Familien und Unternehmen gleichermaßen vom Standort Bettemburg profitieren können.

Zäit fir Kontakter: Herr Laurent, Sie sind Bürgermeister der Gemeinde Bettemburg. Welche Ziele haben Sie sich gesetzt?

Laurent Zeimet: Es gibt vier große Themen. Erstens: Mobilität. Wir haben ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept entwi-ckelt, das u. a. den Umbau von Zufahrtsstraßen und Fahrradwegen berücksichtigt. Zweitens: Infrastruktur. Die Gemeinde wächst, wir haben inzwischen 11.000 Einwohner. Geplant sind eine neue Schule und ein Maison Relais, die Grundstücke dafür haben wir bereits erworben. Des Weiteren steht die Sanierung von bestehenden Schulen und der Sporthalle an. Drittens: Kultur. Das neue Centre Culturel in Hüncheringen ist in zwei Jahren fertig, ein guter Zeitpunkt! Schließlich wollen wir beim Kulturjahr 2022 in Esch dabei sein. Viertens: Grünflächen. Wir bauen zwei neue Parks in Bettemburg. All das sind große Aufgaben, die wir aber meistern werden!

Zäit fir Kontakter: Was zeichnet die Gemeinde aus? Was macht Sie so lebens- und liebenswert?

Laurent Zeimet: Wir sind immer noch eine Eisenbahnerstadt, dies hat die Ortschaft geprägt. Hier leben aber heute 80 verschiedene Nationalitäten, eine Herausforderung für das Dorfleben! Wir ermutigen bewusst alle Einwohner, sich in die Gemeinde einzubringen und einen Beitrag für bunte Vielfalt im sozialen Leben zu leisten. Zudem gibt es viele ökonomische Projekte, zum Beispiel der Bau eines neuen Cactus, die sich positiv auf die Lebensqualität auswirken.

Zäit fir Kontakter: In der Gemeinde haben sich auch viele Unternehmen angesiedelt. Wo sehen Sie die Vorteile?

Laurent Zeimet: Es ist immer gut für eine Gemeinde, wenn Arbeitsplätze vorhanden sind und die Einwohner auch in der Gemeinde Arbeit finden. Wir wollen den regelmäßigen Austausch mit Firmen verbessern, um die Idee von Wohnen und Arbeiten am selben Ort zu fördern. Mobilität plus Ökonomik plus Ökologie – so lautet die zentrale Idee unseres Handelns.

Zäit fir Kontakter: Wie sieht die räumliche Situation für Betriebe von Bettemburg aus?

Laurent Zeimet: In Bettemburg gibt es mehrere Industriezonen. Die Zone Industrielle Schéleck wurde Ende der 1970er Jahre eingerichtet, um die Verluste aus der Stahlindustrie aufzufangen. Die Branchen sind hier sehr gemischt, und es ist nicht mehr viel Platz vorhanden. Anders sieht es bei der Zone d’activité Krakelshaff aus. Dort sind große Logistikbetriebe ansässig und es gibt noch genügend Freiflächen. Wir haben Anfragen von großen Betrieben vorliegen! Es ist übrigens geplant, die Industriezonen umzubenennen. Einfache Namen plus einfachere Beschilderung, um es ausländischen Speditionen leichter zu machen, ist ein Aspekt aus dem Mobilitätskonzept! Ein großes Projekt ist auch der neue PAG, der nächstes Jahr auf den Weg gebracht werden muss. Wichtig wäre eine Aktivitätszone für lokale Handwerksbetriebe.

Zäit fir Kontakter: Was ist Ihr Wunsch für die Zukunft Ihrer Gemeinde?

Laurent Zeimet: Unser Ziel ist Wachstum durch neue Einwohner und Betriebe zu erreichen. Das können wir erreichen durch ausgewogene Investitionen in den Bereichen Mobilität, Infrastruktur, Kultur und Grünflächen. Eine gute Verkehrsanbindung ist genauso wichtig wie Renovierungsmaßnahmen an öffentlichen Einrichtungen. Der gezielten Förderung von Kulturevents wie dem Literaturfestival im April und der Nuit des Merveilles – in Anlehnung an unseren Märchenpark – räumen wir denselben hohen Stellenwert ein wie der Verlängerung der Sonnenpromenade. Im Mittelpunkt steht immer eine gute Lebensqualität!

Zäit fir Kontakter: Herzlichen Dank für das interessante Gespräch.