Geschichte der Luxemburger Privatwinzer

Vor über 50 Jahren am 3. Juli 1966, trafen sich wagemutige Winzerpioniere und gründeten in der Weinstation in Remich die professionelle Organisation der Privatwinzer. Spontan sind 360 Winzer der neugegründeten Organisation beigetreten, die die Bezeichnung „Organisation professionelle des viticulteurs indépendants„ erhielt. Als erster Präsident wurde Pierre Schumacher gewählt, der dieses Amt bis zum Jahre 1980 ausübte. Im ersten Verwaltungsrat der Organisation fungierten Camille Gloden aus Schengen als Vize-Präsident, Robert Hansen aus Grevenmacher, Pierre Linden aus Ehnen, Gaston Schumacher aus Wintringen, Jean-Pierre Steinmetz aus Ahn und Pierre Vesque aus Stadtbredimus. Aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten hörte man Kritik an dieser Winzerschaftsgründung und beschwor, dass diese kleinen Strukturen keine Überlebenschance hätten und besser daran täten der Genossenschaftskellerei beizutreten. Der jetzige Präsident Erny Schumacher Sohn des ersten Präsidenten sagt jedoch hierzu„ Was wäre die luxemburgische Mosel ohne ihre Privatwinzer„ Nachdem Pierre Schumacher, wie bereits erwähnt sein Amt zur Verfügung stellte, war es Gaston Schumacher der mit seinem ehrenamtlichen Sekretär Will Reuland die Geschicke der Vereinigung bis 1996 leitete, ehe dann Erny Schumacher das Zepter übernahm und bis heute mit viel Erfolg und seinem tatkräftigem Vorstand führt. In den letzten 50 Jahren wurde viel erreicht im Sinne des Weines und bei den Privatwinzern setzt man weiterhin auf erhöhte Qualität.

Privatwënzer in Luxemburg

  • Maison Viticole Roeder
  • Domaine René Krippes
  • Domaine Viticole Pundel-Hoffeld/
  • Caves Pundel-Err
  • Schlink Domaine Viticole
  • Caves Duhr-Maddalon
  • Caves Ries
  • Caves Berna
  • Caves Ley-Schartz et Fils
  • Caves Steinmetz-Duhr
  • Clos „Mon Vieux Moulin” Duhr Frères
  • Domaine Viticole Max-Lahr et Fils
  • Domaine Viticole Mme Aly Duhr
  • Maison Viticole Schmit-Fohl
  • Winery Jeff Konsbrück
  • Domaine Alice Hartmann
  • Domaine Viticole Schumacher-
  • Lethal et Fils
  • Domaine Viticole Wagener-Schmit 
  • Domaine Lethal
  • Pundel Vins Purs
  • Caves Jean Leuck-Thull
  • Clos du Notaire
  • Domaine Viticole Häremillen
  • Domaine Viticole Keyser-Kohll by 
  • Kohll-Reuland
  • Domaine Viticole Kohll-Leuck
  • Domaine Viticole Linden-Heinisch
  • Domaine Cep D’or
  • Domaine Viticole Beck-Frank
  • Domaine Viticole Stronck-Pinnel
  • Caves Muller et Fils
  • Caves Beissel-Felten
  • Benoît Kox Viticulteur
  • Caves Kox-Plyta
  • Domaine Claude Bentz
  • Domaine Viticole Mathis Bastian
  • Domaine Viticole Laurent er Rita Kox
  • Caves Rhein-Glock
  • Domaine Viticole Krier-Bisenius
  • Domaine Viticole Schram & Fils
  • Caves René Bentz
  • Domaine Viticole A. Gloden et Fils
  • Domaine Viticole Krier-Welbes
  • Domaine Viticole Schumacher-Knepper
  • Domaine Sunnen-Hoffmann
  • Domaine Viticole Fränk Kayl
  • Caves Legill
  • Domaine Henri Ruppert
  • Domaine Lucien Gloden
  • Domaine Le Vignoble
  • Domaine Sophie Rosant „Clos Jangli”
  • Fru by Georges Schlitz
  • Happy Duchy

Die Charta Luxembourg

Die „Charta Luxembourg“ wurde mit dem Jahrgang 2007 von sieben Privatwinzern der O.P.V.I. (Organisation Professionnelle des Vignerons Indépendants) ins Leben gerufen. Es wurde ein Regelwerk ausgearbeitet mit dem Ziel den Kunden Luxemburger Spitzenweine anzubieten.

„Hochwertige Trauben ergeben hochwertigen Wein“ lautet die Essenz des Regelwerks. Doch auch die Weinbereitung ist geregelt und wird bewertet. Die Vergabe des Labels „Charta Luxembourg“ garantiert dem Kunden die hohe Weinqualität, die Nachhaltigkeit und die Transparenz der Produktion.

Hier einige Eckpunkte der Qualitätscharta:

  • Der Charta-Weinberg muss sich in bester Hanglage und Klimaklasse befinden.
  • Nur organische Düngung ist erlaubt.
  • Die Parzelle muss mit einer Einsaat begrünt sein, die die Biodiversität erhöht.
  • Die Laubwände und Trauben müssen frei von Pilzkrankheiten sein.
  • Der Maximalertrag von 60 hl/ha darf nicht überschritten werden, 40 – 50 hl/ha sind erwünscht.
  • Charta-Weine sind Naturweine, das heißt sie dürfen nicht chemisch verändert werden. Die Säuerung, sowie die Entsäuerung sind verboten. Auch die Anreicherung mit Zucker ist nicht erlaubt.   

All diese Punkte bewirken, dass ein Charta-Wein das Resultat der Rebsorte, des Terroirs und des Jahrgangs ist. Der Winzer hat die Aufgabe dies ein Jahr lang zu begleiten und in einem Produkt zusammenzuführen. Die Elemente des Terroirs (verschiedene Bodenschichten, wellenförmig, an die Mosel erinnernd) und des Jahrgangs (kreisförmig wie die Sonne) finden ihren Niederschlag im neuen Logo.

Der gesamte Herstellungsprozess wird von Arbeitsgruppen und einem Weinberater überwacht und bewertet. Bei ausreichender Punktzahl wird der fertige Wein dann einer Blindverkostung unterzogen. Diese wird von teilnehmenden Winzern und unabhängigen Drittpersonen durchgeführt. Ihr Urteil entscheidet über die Vergabe des Labels. 

Vorstand der Privatwinzer

Anschrift

O.P.V.I. 115, route du vin  

L-5416 EHNEN 

Tel.: +352.26747760

O.P.V.I. www.privatwenzer.lu